Neubau einer psychiatrischen Fachklinik, Fürth, Rendering

Neubau einer psychiatrischen Fachklinik, Fürth

Die Bezirkskliniken Mittelfranken errichten auf dem Gelände des Klinikums Fürth den Neubau einer Psychiatrie. Das Klinikum Fürth verfügt über einen gestalteten Außenraum, der in den 30er-Jahren entstand und eine stringente Gestaltung aus markanten Alleen, Baumsolitären, Wegen und Rasenflächen mit einzelnen Parterres darstellt. Das Freiflächenkonzept der Psychiatrie knüpft an den vorhandenen Klinikpark an und fügt sich ein. Planerisches Ziel ist es, den Nutzern in diesem Bereich weiterhin einen gestalteten Park als Erholungsraum anzubieten, der das Augenmerk von Alltag und Krankheit auf Entspannung und Gesundung lenkt. Gartentherapie ist hier seriöse begleitende Ergänzung zu den Therapien der klassischen Schulmedizin.
Neubau einer psychiatrischen Fachklinik, Fürth, Luftbild

Projektfakten

Bauherr: Bezirkskliniken Mittelfranken, Klinikum am Europakanal, Am Europakanal 71, 91056 Erlangen Fläche: 0,5 ha Baukosten: 2,2 Mio. Euro Zeitraum: seit 2015 Leistungsphasen: § 39 Lph 1-9 Leistungsstand: Lph 3 Hochbau:  Beeg Lemke Architekten GmbH, Ottobrunner Straße 133a, D-81737 München Bildrechte Luftbild: Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung Bildrechte Renderings: Beeg Lemke Architekten GmbH

Projektbeschreibung

Gartentherapie ist ein teilnehmerzentrierter Prozess, bei dem ausgebildete ExpertInnen individuelle Ziele definieren, überprüfen und garten- oder pflanzenbezogene Aktivitäten als therapeutische Mittel planen und einsetzen, um gesundheitsrelevante Aspekte der Teilnehmenden zu fördern. Ein Garten mit all seinen Pflanzen bietet sich für viele unterschiedliche gärtnerische oder floristische Tätigkeiten an, seien diese aktiv oder passiv. Aktiv sind alle Tätigkeiten, die wirklich ausgeübt werden müssen, passiv hingegen meint positives Erleben durch Beobachtung - zum Beispiel das in den Garten sehen oder einfach die Pflanzen zu betrachten. Die vielen Sinnesreize und unterschiedlichen Bewegungsmuster ergeben viele Möglichkeiten an Aktivitäten, die an bestimmte Zielgruppen angepasst werden können. Zwischen den Stationen liegt ebenerdig ein zentraler Innenhof, der den Pflegestationen als geschützter Freibereich vorgelagert ist. Dieser geschützte Innenhof dient insbesondere der gerontopsychiatrischen Station als therapeutischer Grünraum, in dem unterschiedliche gestalterische Mittel Verwendung finden. Holzterrassen sind den Speiseräumen vorgelagert und ermöglichen den Patienten durch barrierefreie Zugänge die Mahlzeitaufnahme im Freien und somit ein direktes Naturerlebnis. Die Grünflächen werden mit lockerkronigen Gleditschien, Gräsern, Blütensträuchern und Stauden gestaltet, die den Hof in geschützte Einheiten gliedern und mit geschwungenen Sitzelementen zum Aufenthalt einladen. Sinneswahrnehmungen finden hier auf allen Ebenen statt.

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