PlanGrün Kolpingstadt Kerpen

Projektfakten

Auftraggeber: Kolpingstadt Kerpen

Einwohner: ca. 66.300

Fläche: 114 km²

Zeitraum: 2025

 

Mit dem PlanGrün wurde für die Kolpingstadt Kerpen ein ganzheitlicher Masterplan für inner- und überörtliche Grün- und Freiflächenstrukturen erstellt. Das Ziel ist ein großräumiges, funktionales und vernetztes Freiraumsystem für das Kerpener Stadtgebiet und seine angrenzenden Landschaftsräume. Der PlanGrün zeigt innovative Maßnahmen zur Entwicklung und Planung im Sinne eines ökologisch nachhaltigen Strukturwandels auf. Die Erstellung des PlanGrün wurde im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ gefördert.

 

Die Kolpingstadt Kerpen besitzt bereits ein Grünvernetzungskonzept, welches sich auf die Landschaft im Außenraum fokussiert. Der PlanGrün ergänzt dieses Konzept und betrachtet vor allem das Grün- und Freiraumsystem im Siedlungs­raum. Nach einer Bestandsaufnahme und Analyse der Ausgangslage werden die Flächen identifiziert, die das lokale Grünsystem bilden und im PlanGrün schwerpunktmäßig betrachtet werden. Diese Flächen werden in Kern- und Ergänzungsräume eingeteilt. Die Kern­räume stellen die öffentlichen Grün- und Freiflächen dar, die aufgrund ihrer Größe und ihrer Lage im Siedlungsgebiet eine besondere Relevanz für die Versorgung des Stadtgebiets mit Grün- und Frei­räumen haben. Ergänzungsräume sind Flächen der siedlungsnahen Landschaft, private Freiräume und zweckgebundene Freiräume (z.B. Friedhöfe, Spielplätze, Sportanlagen, Bildungseinrichtungen,…).

Im Rahmen einer Bedarfsanalyse wer­den Defizite zielgerichtet identifiziert und Handlungsschwerpunkte für eine gerechte, funktionale und qualitätsvol­le Grünflächenentwicklung abgeleitet. Dafür wird das Siedlungsgebiet der Kolpingstadt Kerpen in Quartiere einge­teilt und ermittelt, ob alle Quartiere im Stadtgebiet ausreichend mit Freiräumen versorgt sind. Dabei gilt es zwischen pri­vaten und öffentlichen Freiräumen sowie der siedlungsnahen Kulturlandschaft zu unterscheiden. Obwohl die Kultur- und Naturlandschaft grundsätzlich gute Möglichkeiten für die alltägliche Erholung bietet, sind diese Außenräume aus den polyzentrisch organisierten Stadtteilen nicht immer unmittelbar erreichbar. Private Freiräume dagegen sind nur sehr eingeschränkt zugänglich. Daher übernehmen vor allem wohnungsnahe öffentliche Grünflächen eine wichtige Funktion für die Alltagserholung. Ein be­sonderes Augenmerk wird auf Quartiere mit verhältnismäßig kleinen Wohnungs­größen gelegt. Dort wird ein besonders hoher Bedarf an öffentlichen Freiräumen angenommen.

Durch private Freiräume und die sied­lungsnahe Landschaft wird die Freiraum­versorgung quantitativ in allen Quartieren gedeckt. Es gibt aber Bereiche, in denen keine öffentliche multifunktionale Park­anlage auf kurzem Weg erreichbar ist. Die anderen Freiräume in diesen Bereichen werden als Potentialräume hervorge­hoben, da diese durch eine Aufwertung Teilfunktionen einer öffentlichen Parkan­lage übernehmen und so zur Versorgung beitragen können.

Der PlanGrün definiert Ziele für die Entwicklung der Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet auf unterschiedlichen Ebenen. Im räumlichen Leitbild wird eine Zukunftsvision für das gesamte Frei­raumsystem festgehalten. Zehn über­geordnete und allgemeingültige Regeln bieten Orientierung für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Für die Ergänzungs­räume werden jeweils programmatische Ziele und Handlungsempfehlungen aus­gesprochen. Die als Kernraum identifi­zierten Freiräume werden in Steckbriefen ausführlich beschrieben, deren Potenti­ale und Defizite aufgezeigt und Ziele und Maßnahmen für eine Weiterentwicklung entworfen. Die Empfehlungen zu den Ergänzungs- und Kernräumen werden priorisiert und zeitlich eingeordnet.

Vier der Kernräume werden als Lupenräu­me detaillierter betrachtet. Die Heraus­forderungen und Ziele, die unter ande­rem bei Bürgerspaziergängen ermittelt wurden, werden für den jeweiligen Ort aufgezeigt und in einem Testentwurf eine mögliche Aufwertung des Lupenraums dargestellt.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Ähnliche Projekte

Grünordnungsrahmenplan Bezirk 6 Düsseldorf

Die aktuellen Zielstellung der Stadtentwicklung in Düsseldorf ist die Versorgung die Bewohner*innen mit Grünflächen. Die Stadt bemüht sich um einen Ausgleich zwischen baulicher Verdichtung und dem Erhalt ihrer Freiflächen.

Mehr lesen

Rahmenplanung Itzauen in Coburg

Mit der Rahmenplanung Itzauen sind nun die wesentlichen Schritte gemacht, damit die Itz und deren begleitenden Auen und Freiräume bei sukzessiver Verwirklichung der Empfehlungen positive Impulse für die angrenzenden Quartiere, aber auch für die Gesamtstadt setzen können.

Mehr lesen

Masterplan Grünzug am Brandbach in Neunkirchen am Brand

Der Masterplan geht auf die Multifunktionalität der Freiräume ein, schlägt Maßnahmen vor, die der Bevölkerung und den Freiräumen zugutekommen und bietet Lösungsansätze für lokale Fragestellungen.

Mehr lesen