Neubau Klinikum am Europakanal, Erlangen

Projektfakten

Bauherr: Bezirkskliniken Mittelfranken, Feuchtwanger Straße 38, 91522 Ansbach

Fläche: BA 0: 5 ha, BA 1: 14,5 ha

Baukosten: BA 0: § 39 – 2,52 Mio. Euro, § 48 – 1,14 Mio. Euro
BA 1: § 39 – 3,5 Mio. Euro, § 48 – 1 Mio. Euro

Zeitraum: BA 0: 2018 – 2025
BA 1: 2021 – 2026

Leistungsphasen: § 39 Lph 1-8 (9), § 48 Lph 1-8 (9)

Hochbau: Felix+Jonas Architekten GmbH, Ickstattstraße 11a, 80469 München

(bis 04/2025: Lemke Fukerider Architekten GmbH, Ottobrunner Straße 133a, D-81737 München)

 

Das Klinikum am Europakanal in Erlangen bietet ein breites Versorgungsspektrum in den Bereichen der Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie. Neben der stationären Versorgung gibt es ambulante und tagesklinische Angebote.

Ein neues Gesamtkonzept führt die dezentralen Einzelfunktionsstellen zusammen. Die medizinischen, pflegerischen Prozesse sowie die Ver- und Entsorgungsstrukturen werden durch die Neustrukturierung gezielt optimiert und verbessert.

Durch eine umfassende und nachhaltige Neuordnung des Gesamtbetriebs des Klinikums, werden die fragmentierten Einzelstrukturen miteinander verbunden.

Projektbeschreibung

BA 0:

Das Freiflächenkonzept des Neubaus der Klinik gestaltet den vorhandenen Klinikpark neu. Es nimmt Bezug auf den Wald- und Baumbestand, hebt sich aber gleichzeitig durch eine eigene formale Struktur von diesem ab. Planerisches Ziel ist es, den Nutzern in diesem Bereich weiterhin einen gestalteten Park als Therapie- und Erholungsraum anzubieten, der das Augenmerk von Alltag und Krankheit auf Entspannung und Gesundung lenkt.

Der Standort des Gebäudes BA 0 wurde an der nördlichen Grundstücksgrenze, im Bereich der sogenannten „alten Gärtnerei“ gewählt.

Es entsteht ein freistehendes Gebäude an der nördlichen Grundstücksgrenze mit Unter- und Erdgeschoss. Die Küche belegt dabei das Untergeschoss und wird ebenengleich an die bestehenden Versorgungsgänge angebunden.

Sämtliche Arbeitsbereiche der Küche sind über eine begrünte, baumüberstandene Böschung natürlich belichtet. Im Erdgeschoss sind Technikzentralen, die Arzneimittelversorgung und der Personalspeiseraum verortet. Diesem ist eine Terrasse als Aufenthaltsbereich für das Personal vorgelagert, die mit einer Mauer über dem Niveau der Erschließungsstraße abgefangen wird.

Die Ver- und Entsorgung des Gebäudes sowie die Andienung der weiteren Bauabschnitte erfolgt über einen 5,50 m tieferliegenden Wirtschaftshof auf Niveau des Untergeschosses. Er wird über Böschungen an das bestehende Gelände angeschlossen und ist über eine geländeintegrierte Rampe an das Straßennetz auf dem Klinikgelände angebunden.

Prägendes, raumbildendes Element des Areals ist der alte Baumbestand mit seinen dominierenden Ahorn-, Kiefern- und Eichenvorkommen. Dieser soll auch in der weiteren Planung in Teilen erhalten bleiben. Die Bäume bilden ein natürliches Volumen-Äquivalent zu den Baukörpern und unterstützen eine harmonische Symbiose aus Baukultur und gestaltetem Freiraum.

Bei der Lage- und Höhenausrichtung des Gebäudes auf dem Grundstück wurden zum einen die Abstandsflächen und die Situierung zu den Bestandsgebäuden berücksichtigt, zum anderen die Lage im Waldbestand. Der notwendige Eingriff dort wird genau betrachtet und minimiert.

 

BA 1:

Zwei kubische Baukörper mit Höhen von drei bis zu vier Geschossen verteilen sich im nördlichen Bereich des Geländes vom Eingang im Osten linear entlang des Waldrandes nach Westen. Zwischen den Baukörpern ergeben sich über die verbindende, teppichartige Struktur hinweg nach allen Seiten Durchblicke. Das umgebende Grün durchdringt die Gebäudestruktur aus allen Richtungen, darüber hinaus versorgen Lichthöfe Aufenthaltsräume und wichtige Verkehrswege mit Tageslicht.

Durchsetzt mit vielen verschiedenen öffentlichen Erlebnis- und Aktivitätsbereichen bietet dieser große Park allen Anliegern Erholung, dem neuen Klinikum im Norden, den Gebäuden des Inklusionsbereiches im Süden und der Forensik im Westen. Seine Grünanlagen und Wege vernetzen nach allen Seiten.

Das Freiflächenkonzept des Neubaus der Klinik gestaltet den vorhandenen Klinikpark neu. Es nimmt Bezug auf den Wald- und Baumbestand, hebt sich aber gleichzeitig durch eine eigene formale Struktur von diesem ab. Planerisches Ziel ist es, den Nutzern in diesem Bereich weiterhin einen gestalteten Park als Therapie- und Erholungsraum anzubieten, der das Augenmerk von Alltag und Krankheit auf Entspannung und Genesung lenkt.

Die Orientierung aller Patientenzimmer nach außen in den Landschaftsraum sowie die Situierung aller wichtigen Begegnungsbereiche an den Spitzen der Baukörper schafft eine hohe Aufenthaltsqualität, Attraktivität und enge Verbindung zwischen Innen und Außen. Verschiedene Nutzungsbereiche wie der Patientenpark, die Therapiegärten, Nutzgärten und Sportflächen bilden ein harmonisches Gesamtkonzept.

Die Flachdächer werden extensiv begrünt. Auf den unterbauten grünen Innenhöfen erfolgen die Begrünung und der Wegebau auf einem intensiven Dachsystemaufbau von ca. 60 cm.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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