Ökologische Ausgleichsfläche „Lichtenreuth naturnah“

Projektfakten

Auftraggeber: Aurelis Asset Gmb

Planungspartner: Umweltamt, Servicebetrieb Öffentlicher Raum und Landschaftspflegeverband Stadt Nürnberg

Fläche: ca. 7 ha

Leistungsphasen: § 39 HOAI Lph 1 bis 9

Zeitraum: 2018 – laufend

Baukosten: ca. 2.800.000 €

Website Lichtenreuth

 

Die rund 7 ha große Fläche „Lichtenreuth naturnah“ dient als ökologische Ausgleichsmaßnahme für das neue Stadtquartier Lichtenreuth im Nürnberger Süden. Auf der ehem. Bahnbrache erfolgte ein umfangreicher Rückbau von Gleisanlagen, Lagerhallen und versiegelten Flächen. Dadurch entstand Raum für die Neuanlage von wertvollen Biotopstrukturen. Sandmagerrasen wurden neu angelegt, Lebensraumstrukturen für die Zauneidechse geschaffen, alte Baumbestände und artenreiche Ruderalfluren erhalten. Es entstand so ein strukturreicher Offenlandstandort, eingebettet in eine prägende Gehölzkulisse.

WGF Landschaft betreute die Maßnahme von der Konzeption über die Entwurfs- und Ausführungsplanung bis hin zur Bauüberwachung. Die Planung und die Ausführung erfolgten in enger Abstimmung mit dem Umweltamt, dem Servicebetrieb Öffentlicher Raum und dem Landschaftspflegeverband der Stadt Nürnberg. Im Oktober 2023 fand gemeinsam mit der Stadt Nürnberg die Abnahme der Bauleistung statt.

Noch bis 2028 begleitet WGF Landschaft die Entwicklungspflege der Fläche und führt regelmäßige Bestandserfassungen für die notwendigen Monitorings durch.

 

Das Stadtquartier Lichtenreuth auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs bildet Nürnbergs größtes städtebauliches Entwicklungspotenzial. Auf dem neuen Stadtteil entsteht u.a. die neu gegründete Technische Universität Nürnberg. Als ökologische Ausgleichsmaßnahme für unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft dient die ca. 7 ha große Fläche „Lichtenreuth naturnah“ am südlichen Rand des Areals. Auch artenschutzrechtliche CEF-Maßnahmen zugunsten von Vögeln und Fledermäusen erfolgen dort.

Auf der Fläche befanden sich früher Gleisanlagen, Lagerhallen und weitere Gebäude, aber auch artenreiche Ruderalfluren und alter Gehölzbestand. Die Gleisanlagen wurden zurückgebaut, sämtliche Gebäude abgebrochen und alle Flächen vollständig entsiegelt. Nach den Abbrucharbeiten und der Bodensanierung wurden auf den Sandböden Sandmagerrasen neu angelegt. Dabei kamen zusätzlich zur spontanen Entwicklung Vegetationsübertragung, Mähgutübertragung und eine Übertragung von Flechten zum Einsatz. Wertgebende Ruderalfluren sowie Gehölzbestände mit vielen alten Eichen wurden erhalten und in das Gelände integriert. Zugunsten der Zauneidechse wurden sog. Eidechsen-Meiler neu angelegt. Als CEF-Maßnahme für Vögel- und Fledermäuse wurden Vogelnistkästen und Fledermauskästen an Bäumen angebracht. So entstand ein strukturreicher Offenlandlebensraum, eingebettet in eine Gehölzkulisse.

Erste Monitoring-Ergebnisse zeigen, dass die Anlage der Biotopstrukturen bisher sehr erfolgreich gelungen ist. WGF Landschaft wird in den kommenden Jahren die Entwicklungspflege weiter betreuen und auch das Monitoring weiterführen.

 

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