Parkhaus P14, Schaeffler Herzogenaurach

Projektfakten

Bauherr: Schaeffler Immobilien AG & Co.KG, Industriestraße 1-3, 91074 Herzogenaurach

Fläche: 1 ha

Baukosten: 1,5 Mio. Euro

Zeitraum: 2022 – 2023

Leistungsphasen: § 39 Lph 1-9

Nachhaltigkeit – Parkhaus P14, Herzogenaurach

Schaeffler in Herzogenaurach hat im Jahr 2020 die Initiative „Sustainable Sites“ gestartet. Ziel der Initiative ist, die Werke im Sinne der Nachhaltigkeit umzustrukturieren.

Im Rahmen der unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsstrategie wurde das bestehende Parkhaus P14 in Herzogenaurach durch eine Fassadenbegrünung aufgewertet.

Es wurde ein innovatives Konzept entwickelt, das gleichermaßen ökologische, gestalterische und funktionale Anforderungen erfüllt.

 

 

 

 

Die Fassaden der Ost-, West- und Nordseite wurden über drei der sieben Parkhausebenen mithilfe von Aluminium-Pflanztrögen begrünt und im Erdgeschoss wurde eine bodengebundene Bepflanzung ergänzt. Die Kletterpflanzen entwickeln sich dabei über zwei Parkhausebenen hinweg und wachsen – geführt über feinmaschige Edelstahlnetze – vertikal wie horizontal, sodass eine zusammenhängende, grüne Fassadenstruktur entsteht. In Bereichen, in denen aus Brandschutzgründen Sichtfenster freigehalten werden mussten, wurde bewusst auf Ranknetze verzichtet und ausschließlich mit bodendeckenden Pflanzen und Stauden gearbeitet.

Die Fassadenbegrünung leistet einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas: Sie reduziert die Aufheizung der Fassadenflächen, erhöht die Luftfeuchtigkeit und filtert Feinstaub. Gleichzeitig schafft sie Lebensraum für Insekten und Kleintiere und unterstützt damit aktiv die städtische Biodiversität.

 

Die Pflanzenauswahl orientiert sich an Kriterien wie Standortverträglichkeit, Biodiversität sowie Bienen- und Insektenfreundlichkeit. Gleichzeitig sorgt sie durch abgestimmte Blüh- und Strukturaspekte für eine ganzjährige Attraktivität.

Für den langfristigen Erhalt der Vegetation wurde ein vollautomatisiertes Bewässerungssystem eingerichtet. Im dafür vorgesehenen Technikraum auf der untersten Parkhausebene wird die Wasserverteilung gesteuert. Die Versorgung erfolgt über eine 30 m³ große Zisterne, die das anfallende Dachwasser des Parkhauses sammelt. In Trockenperioden wird die Bewässerung durch Brunnenwasser gespeist und so dauerhaft sichergestellt.

Durch das Projekt wird deutlich, wie bestehende Infrastrukturbauten nachhaltig ergänzt und funktional weitergenutzt werden können. Die Fassadenbegrünung des Parkhauses zeigt, wie ökologische Aspekte im Bestand integriert und zur Verbesserung des städtischen Umfelds beitragen können.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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