Projektbeschreibung
Die Deutsche Bahn unterhält allein in Bayern ein Streckennetz von rund 5.000 km Länge. Unzählige Eisenbahnüberführungen, Durchlässe und andere Bauwerke sind erneuerungsbedürftig. Zur Erneuerung der Schieneninfrastruktur investieren Bund und Bahn Jahr für Jahr Milliardenbeträge.
Die Bahnstrecken verlaufen vielfach durch wertvolle Landschaftsräume. Wenige Meter vom Gleis entfernt liegen oftmals naturnahe Biotope; die Gleisanlagen dienen geschützten Tierarten wie der Zauneidechse als Lebensraum. Konflikte mit der Umwelt sind bei vielen Bauvorhaben unvermeidbar.
Seit 2012 unterhält WGF Landschaft einen Rahmenvertrag mit der Deutschen Bahn über Planungs- und Überwachungsleistungen zum Umwelt- und Naturschutz. Bisher wurden zu über 100 Einzelprojekten Landschaftspflegerische Begleitpläne, Artenschutzfachbeiträge und weitere Leistungen erarbeitet.
In Zusammenarbeit mit einem Netzwerk von Biologen und anderen Nachunternehmern erfolgen Kartierungen zu Vegetation und Fauna. In der Planung wird in Abstimmung mit den Verantwortlichen der DB und den technischen Planern nach Lösungen gesucht, um die Bauarbeiten, die mit schwerem Gerät und teilweise mit Gleisbauzügen stattfinden, möglichst umweltschonend abzuwickeln. Schwerpunkte bilden die Vermeidung von Eingriffen durch Auswahl und Abgrenzung der Baustelleneinrichtungsflächen, die Durchführung von artenschutzrechtlichen Vermeidungsmaßnahmen, aber auch die Planung und Realisierung von Ausgleichsmaßnahmen. Über die Genehmigungsplanung hinaus betreut WGF Landschaft viele dieser Projekte in der Realisierung.