Die Zielsetzungen der Potenzialanalyse sind die Bewertung geeigneter Standorte im Gemeindegebiet unter Beachtung des Orts- und Landschaftsbildes sowie des Naturhaushaltes. Ebenso sind die Darlegung von Merkmalen zur sachgerechten Bewertung von Flächen bei
Antragstellungen und die Schaffung von Transparenz in der Entscheidungsfindung für Politik, Verwaltung und Antragsteller Ziele.
Die Voraussetzungen für die Anlage von FF-PV in Bernried sind aufgrund der herausragenden Lage am Starnberger See und der hochwertigen natürlichen Ausstattung der Eiszerfallslandschaft mit Drumlins, Moorstandorten und Moorseen und dem großflächigen und hochrangigen
Bernrieder Park als eingeschränkt zu bezeichnen.
Das Vorgehen zur Ermittlung potenziell geeigneter Flächen fußt auf drei aufeinander aufbauenden Schritten. Mit den einzelnen Schritten wird eine sukzessive Flächenabschichtung vorgenommen.
In Schritt 1 werden grundsätzlich auszuschließende Flächen erfasst. Nach dem Schritt 1 verbleibt ein Pool von Flächen in denen die Anlage von FF-PV grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist.
Der nach Schritt 1 noch verbleibende Pool an nicht auszuschließenden Flächen wird in einem Schritt 2 hinsichtlich spezifischer Restriktionen und ggf. erforderlicher Einzelfallentscheidungen geprüft. Hieraus ergeben sich Potenzialflächen, deren Eignung sich über noch anzulegende Merkmale, insbesondere der Wirkung auf das Landschaftsbild, weiter zu prüfen und für die ggf. noch Einzelfallentscheidungen in Abstimmung mit den Fachbehörden zu treffen sind.
In Schritt 3 werden die im Pool befindlichen Potenzialräume insbesondere bezüglich der Wirkung auf das Landschaftsbild ergänzend betrachtet und
jeweils in einem Steckbrief zusammenfassend dargestellt. Da innerhalb der Potenzialräume nicht alle Flächen gleich gut geeignet sind, wurden die Räume nach verfeinerten ergänzenden Merkmalen, wie Abstand zur bestehenden Wohnbauflächen, Einsehbarkeit und Moorstandorte, in einer vierstufigen Skala verbal-argumentativ bewertet.