Adolf-Reichwein-Schule, Nürnberg

Projektfakten

Auftraggeber: Adolf-Reichwein-Schulverein e.V., Schleifweg 39,
90409 Nürnberg

Fläche: 5.000 m²

Baukosten: 650.000 Euro

Zeitraum: 2006 – 2010

Leistungsphasen: § 39 Lph 1-9

Hochbau: Springmeier Architekten, Braunschweig

www.ars-nbg.de

Die Atmosphäre des vorhandenen Altbaus soll das pädagogische Konzept unterstützen und bleibt weitgehend erhalten. Ein enger Bezug von Innenraum und Außenraum ist mit vorliegendem Entwurf angestrebt.

Die Kommunikation aller am Schulalltag Beteiligten soll ebenso gegeben sein, wie die Möglichkeit des Rückzugs. (Sportliche) Aktionen und Ruhephasen finden parallel statt.  Außerdem muss für die vorhandenen (Klein-) Tiere ein entsprechender Lebensraum definiert werden.

Die sich aus dem Grundstückszuschnitt ergebende längliche Freifläche wird in verschiedene rechteckige Funktionsabschnitte gegliedert, die weitgehend flexibel nutzbar sind.

Projektbeschreibung

Für den Zugang zur Schule, der gleichzeitig die Fahrradstellflächen erschließt ist ein Betonplattenbelag vorgesehen. Ebenso für den Pausen- bzw. Spielhof, welcher der Eingangsterrasse am Schulgebäude vorgelagert ist.

Für die Terrasse selbst ist ein Industrieestrich über der bestehenden Betonplatte (ehemalige Rampe) geplant, um die Aufkantung zur Pausenfläche so gering wie möglich zu halten.

Die Erschließung der Eingangs- und Sitzterrasse erfolgt über Betonstufen sowie eine Rampe aus Beton. Sie werden mit Geländern aus verzinktem Stahl gesichert.

Zwischen Eingang und Pausenhof sind ein rechteckiger Baumplatz mit wassergebundener Decke sowie ein Rasenpflasterplatz vorgesehen, um die langgestreckten befestigten Bereiche zu zonieren und unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten zu schaffen.

Im Norden der Schule befindet sich eine Mastixfläche, die mit einer 3,00 m hohen bespielbaren Betonwand begrenzt ist. Hier können Ballspiele aller Art stattfinden. Die Feldgröße ist für Basketball, Volleyball, Prellball, Streetball, Softball, Badminton und Ringtennis ausreichend.
Außerdem dient die Spielwand in Teilen als Boulderwand.

Entlang der Grundstücksgrenze im Westen sind baumüberstandene Gärten geplant, die mit Hecken voneinander und zu den befestigten Flächen abgegrenzt sind. Sie dienen einerseits als Rückzugs- und Aufenthaltsbereiche, andererseits als gärtnerisches und ökologisches Experimentierfeld. Zu diesem Zweck sind auch einzelne Wasserflächen mit vorgelagerten Pflanzenklärbecken vorgesehen, in denen verschiedene Stadien der Sukzession von Pflanzen beobachtet werden können. In den südlichen Gartenbereichen sind Überdachungen und Schuppen für die Tiere geplant, die Teil des pädagogischen Konzeptes sind.

Der mit Betonplatten befestigte Werkhof im 2. Untergeschoss im Süden des Schulgebäudes wird über Sitzstufen aus Holz und Betonblockstufen an das Eingangsniveau angeschlossen. Hierdurch wird einerseits die Belichtung des Hofes gewährleistet, andererseits kann die Stufenanlage für theaterähnliche Veranstaltungen genutzt werden.

Die Pausen-, Bewegungs- und Parkierungsflächen werden über Mastleuchten beleuchtet.

Die Spielfläche im Norden kann über Strahler, die in die Mauer integriert sind, erhellt werden. Für die behindertengerechte Betonrampe sind Bodenstrahler angedacht.

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