Campus Neue Weststadt, Esslingen

Projektfakten

Auftraggeber: Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ludwigsburg, Karlsplatz 5, 71638 Ludwigsburg

Fläche: 1,9 ha

Baukosten: 7,1 Mio. Euro

Zeitraum: 2016 – 2025

Leistungsphasen: § 39 Lph 2-9

Hochbau: bss Architekten Bär, Stadelmann, Stöcker, Nürnberg

Zuschlag – Campus Neue Weststadt Esslingen

 

Das neben Bahngleisen der Deutschen Bahn gelegene Baugrundstück Hoch­schulcampus soll in zwei Abschnitten be­baut werden.

Der Entwurf ist vom Ziel geprägt, auf be­grenztem Raum bei hoher Publikumsdich­te und einem engen Netz von Wegebezie­hungen möglichst großzügige Freiräume zu schaffen und hindernisfreie und flexi­ble Nutzungen zu ermöglichen – auch für größere Veranstaltungen.

Um die begrenzte Fläche zwischen den Gebäuden optimal nutzen zu können, erhält der innere Campus einen fließend hindernisfreien Belag, der allseitig an die Fassaden anschließt. Seine Struktur lei­tet sich aus der historischen Nutzung als Güterbahnhof ab.

Projektbeschreibung

Betonplattenbänder interpretieren die frühere Gleisharfe und verbinden die Raumfolge aus Passagen und Plätzen. Von den beiden Fußgängerü­berwegen der Schlachthausstraße führen von der Stadt geplante Sehbehinderten-Leitstreifen zum Hauptzugang Brücken­passage, werden dort aufgenommen und mit einem der Gleisbänder zu haptisch wahrnehmbaren Querpassagen vor den stufenlosen Gebäudeeingängen geführt.

Zwei versetzte Reihen von Solitärbäumen treffen sich im Zentrum und markieren das Karree. Die Sitzgelegenheiten reihen sich raumsparend in den Stammfluchten. Die Dachflächen werden zur nachhaltigen Energiegewinnung mit Photovoltaik-Ele­menten bestückt.

Im Norden entwickelte WGF ein Neben­gebäude, das die Müll- und Wertstoff­behälter aufnimmt und gleichzeitig als Geräte- und Lagerraum dient sowie als Be­darfsstellplatz für Unterhalts- und Trans­portdienstfahrzeuge.

Anfallendes Niederschlagswasser wird mittels gedrosselter Ableitung in den nahen Rossneckar-Kanal für die neue Weststadt abgeleitet, nachdem Unter­suchungen ergeben hatten, dass versi­ckerungsungünstige Bodenverhältnis­se vorherrschen. Als Überprüfung und Nachweisführung des schadfreien Regen­wassermanagements wurde ein Überflu­tungsnachweis bei WGF Objekt beauftragt und erstellt.

Im Baufeld liegen außerdem Entwässe­rungsleitungen und Schächte des ehe­maligen Güterbahnhofsareals. Betriebs­technisch weiterhin notwendige Trassen sind umzulegen, während die stillgelegten Leitungen zurückgebaut werden.

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