Neubau Bezirksklinikum Obermain, Rendering

Neubau Bezirksklinikum Obermain

Die fächerförmig angeordneten Baukörper entwickeln sich strahlenförmig vom grünen Zentrum und Vorplatz in die Landschaft. Durch- und Ausblicke nach allen Seiten sind möglich. Es entsteht ein großzügiger Vorplatz mit einem zentralen Patientengarten, der durch seine Ordnung zum historischen Bestand überleitet und Neu- sowie Altbauten miteinander verbindet. Die Orientierung aller Patientenzimmer nach außen in den Landschaftsraum sowie die Situierung aller wichtigen Begegnungsbereiche Patienten / Personal an den talseitigen Spitzen der Baukörper schafft eine hohe Aufenthaltsqualität und Attraktivität. Die begrünten Baukörper am Hang integrieren sich in das Landschaftsbild des Kutzenbergs und lehnen sich an die historische Situation des „Gutes Kutzenberg“ an.
Neubau Bezirksklinikum Obermain, Rendering

Projektfakten

Bauherr: Bezirksklinikum Obermain, Kutzenberg, 96250 Ebensfeld Fläche: 5,7 ha Baukosten: 8,5 Mio. Euro Zeitraum: seit 2015 Leistungsphasen: § 39 Lph 1-9 Leistungsstand: Lph 2 (Zuschlag im VgV-Verfahren, Freianlagenplanung - Oktober 2016) Hochbau:  Beeg Lemke Architekten GmbH, Ottobrunner Straße 133a, D-81737 München Bildrechte Renderings: Beeg Lemke Architekten GmbH

Projektbeschreibung

Das Bezirksklinikum Obermain verfügt über einen gestalteten, gewachsenen Außenraum, der um die Jahrhundertwende entstand und, wie für diese Zeit typisch, im Wesentlichen eine landschaftliche Gestaltung aus Baumsolitären, geschwungenen Wegen sowie naturnah gestalteten Wasser- und Rasenflächen darstellt. Entlang der Wege sind Sitzmöglichkeiten in Heckenstrukturen eingebunden. Das Grundkonzept wurde aufgrund verschiedener Anbau- und Neubaumaßnahmen in einigen Bereichen überplant und angepasst. Das Freiflächenkonzept des Neubaus der Psychosomatischen Klinik knüpft an den vorhandenen Klinikpark an, nimmt auf ihn Bezug und hebt sich aber gleichzeitig durch eine eigene formale Struktur von diesem ab. Die Oberflächen- und Dachentwässerung von Regenwasser wird im Bereich der Platzflächen und Innenhöfe über Rinnen sowie Hofeinläufe gestalterisch ansprechend gelöst. Das Wasser wird gesammelt und hangseitig über den vorhandenen Übergabeschacht an den Entwässerungsgraben in den Kellbach geleitet. Straßenseitig wird das Oberflächenwasser an den bestehenden Regenwasserkanal angebunden. Eine Versickerung ist aufgrund der Bodenverhältnisse nicht möglich. Der gestaltete Parkbereich  nimmt mit dem zentralen Wasserbecken die historische Struktur und die Achse des bestehenden Parks und der dort vorhandenen Wasserfläche auf. Das Wasserbecken soll durch Begehen ebenfalls therapeutisch genutzt werden können. Es folgt eine Aneinanderreihung von orthogonalen Therapiegärten mit unterschiedlichen Funktionen. Hecken und niedrige Gehölzarrangements gliedern die Flächen.   Gärten mit multifunktionalen Sportrasenflächen können für Körpertherapie, Körperwahrnehmungs- und Entspannungsübungen, Sport- und Gymnastikgruppenprogramme sowie für Tanz- und Bewegungstherapie im Außenraum genutzt werden. Der Gehölz- und Solitärbaumbestand schafft den natürlichen Rahmen. Durch Bewegung in der Natur soll die Lebensfreude gestärkt sowie Gemeinschaft erlebt werden. Gartenflächen mit unterschiedlichen Oberflächenmaterialien, wie Holz, Stein und Beton reichern die Außenraumerfahrung mit haptischen und taktilen Erlebnissen an. Gewürz- und Blütenpflanzen bieten zusätzlich olfaktorische Reize. Rasenflächen mit Sitzmöglichkeiten sollen unter anderem für die Morgenaktivierung (Sitzgymnastik, Ausdauer-, Koordinations- und Entspannungsübungen, Gedächtnistraining) genutzt werden. Erhaltung und Förderung vorhandener Ressourcen sowie geistiger und körperlicher Beweglichkeit sind hierbei die Hauptziele. In einem Teilbereich des Patientenparks ist eine bewirtschaftete Gartennutzung geplant. Hier reihen sich Duft-, Blüten-, Kräuter- und Nutzgartenelemente aneinander. Sie sind mit wassergebundenen Wegen unterteilt und teilweise mit Beeren- und Obststräuchern überstanden. Vereinzelt sind Hochbeete und ein Gewächshaus eingebunden. Einerseits schulen diese Nutzgärten die 5 Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken), andererseits sind sie begleitende Maßnahme zum Haushaltstraining, also Kochen und Besorgung von Zutaten. Zum dritten hat der Umgang mit der Pflanze und deren Pflege meditative Qualitäten und stärkt das Selbstbewusstsein.

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