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Grüne Hänge Freising

Inhalt der Studie ist eine ausführliche landschaftsplanerische und städtebauliche Rahmenplanung mit der Erfassung, Analyse und Bewertung der Ausgangssituation, der Entwicklung einer Zielplanung mit Leitbildern, Zielen und Grundsätzen sowie der Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen. Ein besonderes Augenmerk lag auf den Ökosystemdienstleistungen für die Stadt und der Kommunikation mit der Bevölkerung. In der Studie der „Grünen Hänge“ bestand die Möglichkeit diesen Ansatz zu integrieren und modellhaft zu erproben.

lankesberg

Projektfakten

Auftraggeber: Stadt Freising

Planungspartner: DIE STADTENTWICKLER GmbH, Kaufbeuren

Fläche: 200 ha in 8 Teilräume

Zeitraum: 2017 – 2018

Homepage Stadt Freising – Grüne Hänge

Bildrecht: Schrägluftbild Domberg – © Nürnberg Luftbild | Hajo Dietz

Idee

 

Orte

 

 

 

FREISINGS „GRÜNE HÄNGE“
Die Stadt Freising liegt an der naturräumlichen Schnittstelle, an der die Münchner Schotterebene auf das tertiäre Hügelland trifft. Diese topographische Kante durchzieht die gesamte Stadt von Südwest nach Nordost. Noch heute prägen Domberg, Weihenstephaner Berg, Lankesberg als Teil dieser Kante sowie innerstädtische Talhänge als sog. „Grüne Hänge“ die Stadttopographie. Die „Grünen Hänge“ sind dabei nicht nur für das Stadtbild von bestimmender Bedeutung, sie erfüllen noch weitere wichtige Funktionen. Sie sind Frischluftproduzent und tragen zur Mäßigung von Temperaturextremen bei. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten Untersuchungen zu den lokalen Folgen des Klimawandels von Interesse, handelt es sich doch bei der Freisinger Innenstadt um einen klimatisch belasteten Raum. Daneben findet sich an den Hängen alter Baumbestand und Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Für den Mensch erfüllen die Hangkanten wichtige Erholungsfunktionen, sie bilden einen zentralen Bestandteil des städtischen Grünflächennetzes. Schließlich sind die bewachsenen Hänge auch ein wertvoller Erosionsschutz im Siedlungsbereich.

INNENENTWICKLUNG UND SCHUTZ DER „GRÜNEN HÄNGE“
Aufgrund der günstigen Lage zur Landeshauptstadt München lastet auf der Stadt Freising ein enormer Siedlungsdruck. Der Bedarf an zusätzlichen Wohnraum ist hoch. Dabei ist die Stadt durch den Flughafen und den Freisinger Forst in ihrer Siedlungsentwicklung stark eingeschränkt. Von daher kommt der Nachverdichtung hohe Bedeutung zu. Eine zentrale Herausforderung an die Stadtplanung ist es, bei der Innenentwicklung vorhandene städtebauliche Qualitäten, wie z. B. die für das Stadtbild prägenden und für die Stadtökologie wichtigen grünen Hangkanten, zu erhalten. Deren Fläche und Funktionen drohen durch zunehmende Überbauung sowie andere unsachgemäße Nutzungen nach und nach verloren zu gehen.

PLANUNGSABLAUF IN DREI STUFEN
Analyse
Fotoanalyse zu unterschiedlichen Jahreszeiten + Auswertung und Überlagerung von bestehendem Kartenmaterial + Vor-Ort-Begehung zur Bestimmung von Wegen, Sichtachsen und Wertigkeiten + Gespräche und Interviews mit Fachexperten; Einholung weiterer Unterlagen.

Planung
Steckbriefe für jeden Teilraum mit Leitbildentwicklung und Zielsetzung sowie Unterteilung und Abgrenzung der Teilräumen in der Kernstadt inkl. der Bewertung der Ökosystemleistungen jedes Teilraumes + Testentwürfe mit unterschiedlichen Methoden + Rahmenplan mit Zielplanung je Teilraum.

Umsetzung
Tabellarische Maßnahmenübersicht für den Gesamtuntersuchungsraum und je Teilraum + Regeln zum Umgang mit den „Grünen Hängen“ + Darstellung der Instrumente im Untersuchungsraum + Empfehlung von Schlüsselmaßnahmen.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!